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Wann ist eine Fettabsaugung sinnvoll?
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Die Fettabsaugung ist die geeignete Methode, um umschriebene Fettansammlungen
in unterschiedlichen Regionen des Körpers bei ideal- bis normalgewichtigen
Menschen dauerhaft zu entfernen. Sie ersetzt keine Diät.
Es werden Zonen behandelt, die aufgrund der Veranlagung durch Diät
und gezieltes Training nicht beeinflußt werden können.
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Obwohl die Fettabsaugung oft zu spektakulären Ergebnissen mit eindeutig
verbesserter Figur führt, ist es nicht realistisch, sich die Traumfigur
und Gewebekonsistenz eines Teenagers zu erhoffen.
Über die zu erwartenden Resultate werden Sie in einem ausführlichen
Beratungsgespräch in unserer Klinik aufgeklärt.
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Die Ultraschall-Assistierende-Fettabsaugung
(UAL)
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Bei der UAL in Tumeszenz-Lokalanästhesie wird nach Betäubung des
Gewebes (s.o.) eine 4-6 mm dünne, ca. 25-30 cm lange, stumpfe Ultraschallsonde
in das Unterhautfettgewebe eingeführt, welche durch Ultraschallwellen
die vorhandenen Fettzellen zum Platzen bringt.
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Der Inhalt der Fettzellen wird zusammen mit der eingebrachten Lokalanästhesielösung
durch die Ultraschallsonde im gleichen Arbeitsgang als gelbliche
Emulsion abgesaugt. Die Hautschnitte, die hierzu angelegt werden
müssen, sind nur 5-10 mm lang und nach wenigen Wochen kaum noch
sichtbar. Einmal abgesaugte Fettzellen werden nicht neu gebildet.
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Vorteile der Ultraschall-Assistierenden-Fettabsaugung
(UAL)
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Mit festem Bindegewebe durchsetztes Fettgewebe im Bereich des Rückens,
der männlichen Brust (Gynäkomastie), am Kinn und am Unterschenkel
läßt sich mit diesem Verfahren leichter und ausgiebiger entfernen
als mit der traditionellen Saugung.
Durch eine gezielte Reizung der inwendigen Haut mit Ultraschallenergie
läßt sich der sogenannte "Shrinking-Effekt" erzielen, ein Zusammenziehen
der nach der Fettabsaugung erschlafften Haut.
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Weitestgehende Schonung der Blut- und Lymphgefäße sowie kleinster
Hautnerven.
Auch bereits abgesaugte Körperregionen, bei denen man in der ersten
Sitzung nicht alles absaugen konnte (z. B. bei Megafettleibigkeit),
lassen sich nunmehr trotz des eingewachsenen Bindegewebes mit der
UAL gut nachbehandeln.
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Die örtliche Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie)
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Werden bei
Ihnen lediglich ein bis zwei Zonen abgesaugt, empfehlen wir die
örtliche Betäubung in Tumeszenz-Lokalanästhesie (tumerscere, lateinisch
= aufblasen).
Hierbei werden
große Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung in das Unterhautfettgewebe
eingebracht. Der Lösung wird ein wenig Cortison beigemischt um die
entzündliche Reaktion des Gewebes und nachfolgende Schmerzen zu
unterdrücken.
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Außerdem enthält
die Lösung Epinephrin, das die Blutgefäße zusammenzieht, und Bicarbonat,
welches ein schmerzfreies Einbringen der Lösung ermöglicht.
Sowohl das
Ausmaß der Blutung während und die Schwellung nach der Operation
werden durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie enorm vermindert.
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Das Resultat
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Bei einer hohen
Prozentzahl der Patienten kann direkt nach dem Eingriff eine gewisse
Verbesserung der Körperform beobachtet werden. Allerdings dauert
es in der Regel ca. 6 Wochen, bis alle Blutergüsse und Schwellungen
zurückgegangen sind. Das endgültige postoperative Ergebnis ist erst
nach 3-4 Monaten, in einigen Fällen nach 6 und mehr Monaten zu erwarten.
Durch den "Shrinking-Effekt"
(s.o.) wird ein Zusammenziehen der überschüssigen Haut nach der
Fettabsaugung bewirkt. In den ersten Wochen kann die Haut dann faltig
sein, glättet sich jedoch je nach Ausgangsbefund in der Folgezeit.
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Infolge der
Fettabsaugung verändert sich auch der Hautzustand in der operierten
Körperregion und zwar so, als habe man durch eine besondere Diät
genau an dieser Stelle abgenommen.
Zu bemerken
ist, daß alle Fettzellen, die abgesaugt wurden, nicht mehr nachwachsen
oder neu gebildet werden, da die Fettzellstruktur zerstört wurde.
Das bedeutet, daß die Körperform, welche durch die Fettabsaugung
erzielt wurde, beständig ist. Bei späterer Gewichtszu- oder -abnahme
wird sich die "neue" Körperform also proportional verändern, ohne
daß z.B. wieder eine Reithose entsteht, die zuvor abgesaugt wurde.
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Der Tag der Operation und die Fettabsaugung
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Am Operationstag
sollten Sie, vorausgesetzt der Eingriff wird in Lokalanästhesie
durchgeführt, ein leichtes Frühstück zu sich nehmen. Vor einem operativen
Eingriff in Vollnarkose dürfen Sie 6-8 Stunden nichts essen, nicht
trinken und nicht rauchen. Vergessen Sie den Laborbefund von der
Blutuntersuchung nicht und teilen Sie bitte auch noch einmal mit,
welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor der Fettabsaugung
eingenommen haben.
Nach der Begrüßung
in Ihrem Zimmer erhalten Sie ein OP-Hemd, anschließend wird das
Operationsfeld im Stehen angezeichnet und dies fotografisch dokumentiert.
Dann legen Sie sich auf den OP-Tisch. In der Regel wird Ihnen eine
Verweilkanüle in eine Armvene gelegt, worüber Sie ein leichtes Beruhigungsmittel
verabreicht bekommen.
Nach der Hautdesinfektion
werden zunächst die Stellen, an denen die Hautschnitte angelegt
werden, betäubt. Anschließend wird die Tumeszenz-Lokalanästhesie
ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Das tut entweder überhaupt nicht
oder nur sehr wenig weh. Die unterspritzten Hautareale werden nach
und nach taub. Je nach behandeltem Gebiet erfolgt im Anschluß eine
Einwirkzeit von 10 - 60 Minuten. Sollte ein umschriebenes Gebiet
nicht ganz taub sein, kann jederzeit von der Tumeszenz-Lösung etwas
nachgespritzt werden.
Nach dieser
Einwirkzeit, die auch bei einem in Vollnarkose durchgeführten Eingriff
beachtet werden muß, beginnt die eigentliche Fettabsaugung, wobei
die Absaugsonde langsam im Fettgewebe hin und her bewegt wird. Nach
der Feinkorrektur durch die SAL werden die kleinen Hautschnitte
verschlossen sowie Tape-Verbände und das Kompressionsmieder angelegt.
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Aufgrund der
örtlichen Betäubung mit der Tumeszenzlösung werden die betroffenen
Hautareale noch 12-17 Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachläßt,
können leichte Schmerzen und Mißempfindungen, wie bei einem Muskelkater
auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol, welches Sie von
uns mitbekommen, mindern können.
Wegen der Gefahr
von Nachblutungen sollten Sie eine Woche vor - und drei Tage nach
der Fettabsaugung kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) und kein Ibuprofen
(z.B. Dolgit, Optalidon) einnehmen!
Nach Operationen
in Vollnarkose sollten Sie eine Nacht unter unserer Aufsicht in
der Steinkirchklinik verbringen. Auch nach Fettabsaugungen mehrerer
Regionen in Lokalanästhhesie empfehlen wir Ihnen die Übernachtung,
da es unter Umständen zu Kreislaufstörungen kommen kann. Unter keinen
Umständen dürfen Sie am Steuer eines Autos nach Hause oder ins Hotel
fahren.
Es ist ratsam,
sich am Operationstag bequem zu kleiden, da Sie durch die Tumeszenz-Lösung
und die Kompressionsmieder zunächst etwas dicker sind als sonst.
Da große Mengen an Tumeszenz-Lösung in den ersten 24 Stunden wieder
als rosafarbene Flüssigkeit aus den Hautschnitten herauslaufen,
sollten Sie Kleidung tragen, die gut auswaschbar ist.
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Die Zeit nach der Operation
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Die Kompressionshose/
das Mieder hat den Zweck, das Unterhautfettgewebe zusammenzudrücken,
damit sich im abgesaugten Gebiet keine Flüssigkeit ansammelt und
die Hautunterseite gut verheilt. Die Kompressionsmaterialien sollten
mindestens 4 Wochen lang getragen werden (Tag und Nacht). Es ist
ratsam und angenehm, die Hose oder das Mieder danach noch 2 Wochen
nachts zu tragen. Da eine Verschmutzung des Mieders unvermeidlich
ist, sollten Sie wissen, daß sich das Mieder am besten nach Einweichen
in kalter (Koch-)Salzlösung waschen läßt.
Bei subjektivem
Wohlbefinden sollten Sie sich zunächst vorsichtig, später normal
bewegen, da nur so die Tumeszenz-Lösung ablaufen kann. Gegen einen
kleinen Spaziergang in Begleitung ist nichts einzuwenden. Eine zu
starke körperliche Belastung sollten Sie jedoch vermeiden.
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Am Operationstag
sollten Sie nach der Fettabsaugung viel trinken (Obstsäfte, Limonade,
Mineralwasser, Kräutertee), aber keinen Alkohol zu sich nehmen.
Das Abendessen sollte leicht sein. Am nächsten Tag können Sie bereits
wieder Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw.
jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik
treiben. Duschen ist nach der Entfernung der Tape-Verbände, ca.
5. Tage nach der Operation, erlaubt.
Nach einer
Woche können Sie die abgesaugten Stellen mit der flachen Hand leicht
massieren. Sollte es nach der Fettabsaugung zu starken Schmerzen,
Fieber, Blutung oder Rötung kommen, müssen Sie sich unverzüglich
mit uns telefonisch in Verbindung setzen und / oder direkt zu uns
in die Steinkirchklinik kommen. Die Telefonnummern werden Ihnen
nach der Operation ausgehändigt.
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